Hybride Apps - Mischung zweier Welten


Blogartikel: Hybride Apps - Mischung zweier Welten
27 Jun
Hybride Apps - Mischung zweier Welten Karo Ulm

Hybride Apps - Eine für alle

Apps sind im Leben der meisten nicht mehr wegzudenken. Sie wecken uns, versorgen uns mit medialen Gütern aller Art, dienen zum Austausch, der Unterhaltung, der Wissensvermittlung. Entwickler stehen am Anfang meist vor der Frage: „Native, Hybrid oder Web.“

Hybrid Apps wagen den Schritt zwischen Nativen Apps (programmiert für ausschließlich ein Betriebssystem) und WebApps(Webseiten basierte Apps). Sie bedienen sich dabei den webseitenbasierten Technologien Html5, CSS, Javascript und Co, eingebettet in einen nativen Webview Container, so dass sie wie native Apps agieren und auf native API’s und Funktionen des jeweiligen Betriebssystems zugreifen können, wie etwa die Kamera oder den Kalender.
Ein Vorteil der hybriden Apps ist, dass der Programmcode nur ein Mal geschrieben werden muss und schließlich durch die native Schnittstelle die nötigen Ergänzungen für die Ausgabe auf verschiedenen Geräte erhält. Das spart Zeit und Geld bei der Entwicklung. Zu dem muss der Entwickler nicht zwangsläufig die individuellen Programmiersprachen für die unterschiedlichen Systeme beherrschen.

Vor allem im Bereich der Shopsysteme sind hybride Apps sehr beliebt, da hier ein breiter Kundenstamm erreicht und die Aktualität gewährleistet werden kann. Doch nicht nur hier. Auch in den Bereichen Mobile Business und Mobile Marketing können sie mit den nativen Apps mithalten. Die so programmierten Apps können direkt aus den jeweiligen Stores geladen werden, wodurch auch eine schnelle Updatefähigkeit geben ist.
Nachteile gegenüber den nativen Apps sind dabei leistungstechnische Einbußen. Hybride Apps lasten im Vergleich zu ihren nativen Kollegen den Arbeitsspeicher mehr aus und reagieren träger bei arbeitsspeicherlastigen Apps.

Zahlreiche Frameworks als Entwicklungsbasis

es gibt viele Frameworks zur hybriden Appentwicklung

Inzwischen gibt es eine bunte Palette an unterschiedlichen Frameworks zur Erstellung von Hybriden Apps. Beliebte Frameworks sind dabei PhoneGap, Sencha, Ionic, Onsen UI und Kendo UI.
Phonegap baut auf Apache Cordova auf und bindet mittels Javascript native Plug-Ins wie den Zugriff auf den Kalender, Kontakte, Fotos, Benachrichtigungen in die App mit ein. Cordova ist dabei der Schlüssel und erstellt einen nativen Rahmen, den Web View, der die App ausführt.

Sencha setzt auf das bekannte JavaScript-Framework ExtJS, welches für Anwendungen mich hoher Performance bekannt ist. Dieses Framework bringt vorgefertigte Widgets und Themes für verschiedenen Betriebssysteme mit. Besonders ist vor allem auch das Drag-&Drop-Interface.

Den Kern von Ionic bildet das Angular-Framework gepaart mit der Nutzung von Cordova. wodurch wie bei Phonegap nativer Code in die App eingebunden werden kann. Ionic bedient sich zum Schreiben der Applikation HTML, JavaScript und SASS.  

Onsen UI basiert ebenfalls auf Cordova, AngularJS sowie jQuery. Es ist wie Phonegap ein kostenloses Framework. Zusätzlich kann der Entwickler hier aber auch auf die kostenpflichtige Entwicklungsumgebung Monaca ausweichen.

Kendo ist ebenfalls ein jQuery basierendes Framework und kommt mit einer Vielzahl an Widgets daher. Neben vorgefertigten Themes können auch eigenen erstellt werden. Kendo unterstützt AngularJS sowie das Bootstrap-UI-Framework.

Die Alternative Xamarin

Xamarin - die Alternative zum Entwickeln hybrider AppsEine weitere Alternative für das Programmieren bietet Xamarin. Dieses Framework basiert nicht wie die anderen auf HTML5, CSS und Javascript sondern bedient sich der Codesprache C#.  Damit wird nur noch in einer Programmiersprache entwickelt. Die mittels Xamarin erstellten Apps laufen auf den jeweiligen Betriebssystemen nativ, was ihnen einen großen Vorteil bei der Performance bringt. Allerdings sind die Zugriffe auf die UserInterfaces nur teilweise möglich, doch auch hieran arbeiten die Entwickler. Xamarin verfügt zudem über einen Emulator mit dessen Hilfe inkompatible Programmiersprachen für Cross-Platform Tools eingebunden werden. Dadurch können allerdings Geschwindigkeit und Stabilität der Anwendung leiden.

Fazit

Nach einem holprigen Start sind die hybriden Apps inzwischen zu ernstzunehmenden Mitstreiter in der App-Entwicklung avanciert. Durch die immer ausgefeilteren Frameworks können sie mit den nativen Apps mithalten, wenn es um die Benutzung systemeigener Systeme zur Verbesserung der Usebillity geht. Für viele Bereiche ist die Hybrid-App-Entwicklung eine kosten- und zeitersparende Alternative zu den Nativen Apps und bietet wesentlich mehr Vorteile als eine Web-App. Wer viel Wert also nicht ganz so viel Wert auf Performance legt und eine breite Zielgruppe ansprechen möchte, ist mit einer hybriden App bestens bedient.

Kommentare (0)


Dieser Thread wurde geschlossen.

© 2016 - W.E.A.C.-Solutions Ltd.

x

Beratung & Angebot

Ihr Ansprechpartner:
Eugen Volk

Bild Eugen Volk
Ihre Kontaktdaten

Anrede
Herr Frau

Vor- und Nachname

Firma (optional)

Telefon (optional)

E-Mail

Ihre Webseite

Webadresse (optional)

Interesse an

PDF/Layout/Bild

Projekbeschreibung